Agenda | 6. Berliner Pflegekonferenz – 7. November 2019

08.30 UhrEinlass, Registrierung Teilnehmer
09.00 – 10.30 Uhr

Frühprogramm "Early Bird" (parallel)

Netzwerkevent

Nominee@Breakfast – ausgezeichnet netzwerken!

Schulung

Kinaesthetics: Bewegungskompetenz in der Pflegepraxis

Forum

Digitale Dokumentation in der Pflege – Wege zu mehr Effizienz und Qualität in der Pflege

Fachforum

Wir stärken Pflege – Zukunftskonzepte in Pflegeeinrichtungen

Fachforum

Der Entlastungsbetrag und seine Nutzungsmöglichkeiten

10.30 – 11.00 Uhr

Kaffeepause

10.30 – 11.00 Uhr

Pre-Opening – Partnerbundesland Berlin

– Trends, Leuchtturmprojekte und Inspiration

Dilek Kalayci, Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Berlin

und Yves Rawiel, Geschäftsführer spectrumK GmbH und Initiator der Berliner Pflegekonferenz

11.15 – 12.15 Uhr

Grand Opening

Plenum

Gesamtmoderation Jochen Schropp, Schauspieler und Moderator

Grußwort

Yves Rawiel, Geschäftsführer spectrumK GmbH und Initiator der Berliner Pflegekonferenz

Eröffnungsvortrag

Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung

Grußwort

Dr. Antti Kaski, Gesandter, Stellvertretender Leiter der Botschaft von Finnland, Berlin

Grußwort

Dilek Kalayci, Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Berlin

12.15 – 13.30 Uhr      

Mittagspause

13.30 – 15.30 Uhr

Fachforen – Panel I – "Innovation Plus" (parallel)

Streitgespräch

Die Pflegevollversicherung – ein Streitgespräch zu den Auswirkungen auf Familie und Gesellschaft

Projektpräsentation

Künstliche Intelligenz und Big Data in der Pflege – Was kommt auf uns zu?

Fachforum

Zwischen Selbstbestimmung und Dissozialisation in der Pflege: Gibt es ein Recht auf Selbstschädigung?

Fachforum

Wer kümmert sich um die Kümmerer - wie kann die informelle Pflege unterstützt werden

Podiumsdiskussion

Zukunft des Innovationsfonds: Eine erste Bilanz zu geförderten Projekten in der pflegerischen Versorgung

Podiumsdiskussion

In dubio pro vita oder Sterbehilfe in der Palliativversorgung – wo stehen wir?

15.30 – 16.00 Uhr

Kaffeepause

16.00 – 18.00 Uhr

Fachforen – Panel II – "Good Care" (parallel)

Projektpräsentation

Neue Wege in der Pflege – weg vom System hin zum Menschen!

Fachforum

Diversity & LGBTI in der Pflege

Podiumsdiskussion

Ausbildungsoffensive Pflege mit verbindlichen Zielen gestartet - wie geht es jetzt weiter?

Fachforum

Einsamkeit und Depressionen im Alter

Fachforum

Qualitätsindikatoren und Prüfungen nach dem neuen Pflegetransparenzsystem

Salongespräch zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Alle an Bord? Pflegende Angehörige im Berufsleben unterstützen


18.00 Uhr

Einlass zur Abendveranstaltung

18.00 – 19.00 Uhr

Pre-Opening: Partnerland Finnland

Get together - Input, Austausch und Synergien

Kommen Sie in unseren Foyers zusammen und diskutieren Sie die Highlights der Konferenz.

19.00 Uhr

Gala & Awards 2019

– Wir ehren außergewöhnliches Engagement und innovative Ideen

Gute Ideen brauchen eine Bühne, damit sie Realität werden können und engagierte Ideengeber verdienen unsere höchste Anerkennung. Erleben Sie emotionale Momente und würdigen Sie mit uns gemeinsam die wahren Helden der Pflege und ihre Unterstützer. Lassen Sie anschließend bei einem gemeinsamen kulinarischen Genuß und vielen guten Gesprächen die Berliner Pflegekonferenz 2019 ausklingen.

  • Begrüßung zur Abendveranstaltung: Jochen Schropp, Gesamtmoderation

  • Grußwort: Yves Rawiel, Geschäftsführer spectrumK GmbH und Initiator der Berliner Pflegekonferenz

  • Eröffnung: Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Verleihung des Otto Heinemann Preises

  • Einführung: Gundula Roßbach, Präsidentin Deutsche Rentenversicherung Bund

  • Laudatio und Preisübergabe: Hans Peter Wollseifer, Präsident, Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)

Verleihung des Sonderpreises

  • Laudatio und Preisübergabe: Hans-Jürgen Müller, Vorstandsvorsitzender IKK e.V.

Verleihung des Marie Simon Pflegepreises

  • Einführung: Dr. Gerd Landsberg, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes

  • Laudatio und Preisübergabe: Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung

20.30 Uhr

Dinnerempfang mit Livemusik

23.00 Uhr

Ende der Veranstaltung


*angefragt
Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
Netzwerkevent

Nominee@Breakfast – ausgezeichnet netzwerken!

Initiatoren von Pflegeprojekten stehen angesichts knapper Ressourcen oft vor der Herausforderung, die Durchführung dieser Projekte langfristig zu sichern. Hier ist es entscheidend, sich auf ein breites und vielseitiges Netzwerk stützen zu können. Im Austausch mit anderen können sie auf deren Erfahrungsschatz zurückgreifen und so Ressourcen gezielter einsetzen. Mit dem interaktiven Netzwerkfrühstück bieten wir den Besuchern der Pflegekonferenz die Gelegenheit, sich mit den Nominierten und Preisträgern unserer Pflegepreise sowie Vertretern der Jury und Experten in informeller Atmosphäre auszutauschen.

Moderation:

Elimar Brandt, Vorstand, PflegeZukunfts-Initiative e.V., Borghardt Stiftung zu Stendal

Themen des Netzwerkfrühstücks:

MD Harald Kuhne, Leiter der Zentralabteilung, BMWi | "Wie kann die Vereinbarkeit von häuslicher Pflege und Beruf unterstützt werden?"

Petra Schott-Pfeifer, Vizepräsidentin, Amtsgericht Offenbach | "Der Pflegeguide in der Praxis – Erfolgsfaktoren für die Implementierung eines Pflegeguides"

Katja Ferber, Referentin betriebliches Gesundheitsmanagement, DAK-Gesundheit | "Betriebliches Gesundheitsmanagement für Pflegekräfte"

Oliver Schmitz, Geschäftsführer, berufundfamilie Service GmbH | "Stufenplan Beruf und Pflege: Systematische Entwicklung einer pflegebewussten Personalpolitik"

Sophie Rosentreter, Geschäftsführerin, Ilses weite Welt | "Helfen leicht gemacht - Einbindung von An- und Zugehörigen in den Pflegealltag"

Frank Hauser, Geschäftsführer, Great Place to Work Deutschland GmbH | "Attraktiver Arbeitsplatz Pflege: Wie kann das im aktuellen Rahmen gelingen?!"

Thomas Nöllen, Teamleitung Pflegemanagement und Michael Vögeding, Koordination Pflegeberatung, spectrumK GmbH | "Schnittstellen zwischen Pflegepraxis und Pflegeberatung"


Schulung

Kinaesthetics: Bewegungskompetenz in der Pflegepraxis

Das zentrale Thema von Kinaesthetics ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Bewegung. In diesem Forum wird aufgezeigt, wie dieses handlungsorientierte Lernangebot für den Pflegealltag genutzt werden kann. Dabei gilt es die eigene Bewegungskompetenz bewusst zu erleben und so einzusetzen, dass die vorhandenen Fähigkeiten des pflegebedürftigen Menschen besser erkannt und gefördert werden können. Hierfür werden die Teilnehmer des Workshops gebeten, sich wie in einem Lernkarussell um das Pflegebett, den Rollstuhl oder Rollator aufzustellen, um an praktischen Übungen zu demonstrieren, wie sich eine verbesserte Pflegequalität unmittelbar auf die Lebensqualität auswirkt.

Moderation:

Annette Zumdick, Kinaesthetics Trainerin, Stabstelle Kinaesthetics, Klinikum Westmünsterland – St. Marien KHS Ahaus Vreden, Bewegungsfahrschule - BFS


Forum

Digitale Dokumentation in der Pflege – Wege zu mehr Effizienz und Qualität in der Pflege

Ein nicht unerheblicher Teil der Arbeitszeit in der Pflege wird für das Führen der Pflegedokumentation aufgewendet. Digitale Anwendungen können hier entlasten und Dokumentationsprozesse vereinfachen. Die Möglichkeiten reichen von der manuellen Eingabe in digitale Geräte bis hin zur automatisierten Erfassung von Vitaldaten und Arbeitsprozessen. Ziel ist es, zeitliche Ressourcen zu schaffen – idealerweise für die persönliche Betreuung des Patienten, in der Realität angesichts des Fachkräftemangels aber oft, um die Aufgaben in der Pflege überhaupt noch erfüllen zu können.

Unter welchen Voraussetzungen kann eine digitalisierte Pflegedokumentation die Effizienz und die Qualität steigern? Welche Aufwände entstehen mit der Einführung? Wie kann dazu beigetragen werden, die Vorgaben der Qualitätsprüfungs-Richtlinien (QPR) für die ambulante und stationäre Pflege unbürokratisch umzusetzen? Diese und weitere Fragen möchten wir in diesem Forum mit Ihnen diskutieren.

Moderation:

Tobias Kley, Projektleiter Innovation und Technik in der Pflege, Evangelisches Johannesstift Altenhilfe gGmbH

Vortrag:

Dipl. Oec. Ute Stern, Projektleitung solimed ePflegebericht, solimed Unternehmen Gesundheit GmbH & Co.KG

Vortrag:

Heiko Mania, M.Sc, MBA, Geschäftsführender Gesellschafter, NursIT Institute GmbH

Vortrag:

Björn Gorniak, Produktmanager, Connext Communication GmbH, Hersteller der Softwarefamilie Vivendi


Fachforum

Wir stärken Pflege – Zukunftskonzepte in Pflegeeinrichtungen

Die BKK VBU, das Pflegewohnzentrum Kaulsdorf-Nord gGmbH und die Kulturformer zeigen, wie Pflegeeinrichtungen die zukünftigen Herausforderungen der Pflege – mit dem Blick auf die eigenen Mitarbeiter und die zu Pflegenden – meistern können.

Das Pflegewohnzentrum Kaulsdorf-Nord gGmbH hat sich mit den größten Belastungen (z. B. Verkürzung der Liegezeit, Stress und Konflikte durch Arbeitsverdichtung) der zukünftigen Arbeitswelt auseinandergesetzt und aufgrund dessen erste Schritte zur Implementierung eines ganzheitlichen Konzepts für die verschiedenen Zielgruppen in ihren fünf Einrichtungen (z. B. Mitarbeiter, die zu Pflegenden) unternommen. Wollen Sie wissen wie z.B. Megatrends, WIR-Kultur oder Changemanagement die Pflegeeinrichtungen für die Zukunft unterstützen können? Dann sind Sie hier genau richtig.

Moderation:

Eva Zweidorf, KULTURformer

Vortrag:

Astrid Salomon, Referentin Prävention, BKK Verkehrsbau Union (BKK VBU)

Vortrag:

Franziska Misch, Supervisorin und Coach (DGSv*), ARBEITsLEBEN verändern_Gesundheit I Sinn I Nachhaltigkeit


Fachforum

Der Entlastungsbetrag und seine Nutzungsmöglichkeiten

Hier gibt es ein großes Informationsdefizit bei Versicherten und Leistungserbringern. In diesem Forum werden daher u. a. Fragen geklärt, wer Anspruch darauf hat, wie hoch der Betrag ist und welche Unterstützungsangebote darüber überhaupt in Anspruch genommen werden können. Schwierigkeiten bereitet neben der Antragstellung vielfach auch geeignete Anbieter zu finden oder die Frage, ob auch Privatpersonen diese Unterstützungsangebote erbringen bzw. abrechnen können und welche Unterlagen für die Erstattung des Entlastungsbetrages benötigt werden.

Moderation:

Franziska Haentjes, B. A., Mitarbeiterin Pflegeberatung, spectrumK GmbH

Impulsreferat:

Kornelia Schmid, Vorsitzende, Pflegende Angehörige e.V.
und Hendrik Dohmeyer, Mitglied des Vorstandes, Pflegende Angehörige e.V.

Vortrag:

Ingrid Drolshagen, Fachkoordinatorin Grundsatz Pflege, BARMER Pflegekasse

Statement:

Sabine Pieniak, Mitarbeiterin Pflegeberatung, spectrumK GmbH

Statement:

Hartmut Stolle, Geschäftsführer, Seniorglück gGmbH


* angefragt
Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
Streitgespräch

Die Pflegevollversicherung – ein Streitgespräch zu den Auswirkungen auf Familie und Gesellschaft

Im Zuge der Konzertierten Aktion Pflege wird immer deutlicher: Eine Stärkung der Pflege ohne Kostensteigerung wird nicht gelingen. Die Frage nach einer zukunftsfesten Finanzierung gewinnt daher zunehmend an Dringlichkeit. Dementsprechend werden auch die Forderungen nach einer Pflegevollversicherung immer lauter. Zugleich gibt es Überlegungen, die insbesondere darauf abzielen Familien zu entlasten, etwa durch den Wegfall des Unterhaltsrückgriffs oder den Schutz selbstgenutzten Wohneigentums. Ungeklärt ist dabei die Frage, ob dies nicht über kurz oder lang eine Entsolidarisierung der Familien nach sich zieht? Eine Frage, die in diesem Forum im Rahmen eines Streitgesprächs intensiv diskutiert werden soll. Einfließen werden dabei auch erste Erfahrungen in Österreich, die im Januar 2018 den „Pflegeregress“ abgeschafft haben.

Moderation:

Dr. Irene Vorholz, Sozialbeigeordnete, Deutscher Landkreistag

Statement:

Anita Bauer, Geschäftsführerin, FONDS SOZIALES WIEN

Statement:

Bernhard Schneider, Hauptgeschäftsführer, Evangelischen Heimstiftung

Statement:

Andreas Besche, Leiter des Geschäftsbereich Pflege, Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.


Projekt­präsentation

Künstliche Intelligenz und Big Data in der Pflege – Was kommt auf uns zu?

Künstliche Intelligenz in der Pflege und im Gesundheitswesen wird intensiv diskutiert. Dies gilt erst recht mit Blick auf den Fachkräftemangel und den demografischen Wandel, wo knappe Ressourcen und steigender Behandlungsbedarf aufeinandertreffen. KI könnte hier einen Ausweg bieten, in dem sie Pflegenden Entlastung bietet und gleichzeitig zur Therapiesicherheit beiträgt. Einige technische Möglichkeiten für den Einsatz von KI gibt es bereits. Allerdings bedarf es für die Fortentwicklung vom reinen Machine Learning zur autonomen künstlichen Intelligenz gut aufbereiteter digitalisierter Daten, an denen es vielfach noch fehlt. Anhand von praktischen Beispielen werden in diesem Fachforum u. a. Fragen diskutiert, welche Aufgaben KI im Pflegewesen bereits jetzt übernehmen kann bzw. wann diese einsatzfähig sein werden, oder auch welchen Einfluss die flächendeckende Digitalisierung und der Einsatz von künstlicher Intelligenz auf Pflegebedürftige ihre Angehörigen oder die Arbeit von Pflegenden haben wird?

Moderation:

Maxie Lutze, Abteilung Demografie, Cluster und Zukunftsforschung, Institut für Innovation und Technik (iit) beim VDI/VDE Innovation + Technik GmbH

Vortrag:

Lea Myyryläinen, M.Sc.(EE), Chief Marketing Officer (CMO), Gillie AI

Vortrag:

Prof. Dr. Paul Lukowicz, Professor der TU Kaiserslautern und wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH

Vortrag:

Prof. Dr. Andrea Kuhlmann, Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V., Institut für Gerontologie an der TU Dortmund

Vortrag:

Prof. Dr. Margareta Halek, Lehrstuhlinhaberin des Lehrstuhls für Pflegewissenschaft, Insitutsleitung des Departments für Pflegewissenschaft an der Universität Witten/Herdecke

und Prof. Dr. -Ing. Thomas Kirste, Institut für Informatik (IEF), Department Aging Science and Humanities (INF), Universität Rostock


Fachforum

Zwischen Selbstbestimmung und Dissozialisation: Gibt es ein Recht auf Selbstschädigung?

Der Wechsel von einer Defizit- zu einer Kompetenzperspektive hat sich in den meisten Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe durchgesetzt und bestimmt die berufliche Identität von Pflegefachpersonen. Allerdings kann ein derartiger Perspektivenwechsel auch zu Konflikten führen, wenn unterschiedliche Sichtweisen aufeinandertreffen. In der Altenpflege und Behindertenhilfe kommen Zwangsmaßnahmen in unterschiedlicher Weise zur Anwendung. Sie werden regelmäßig mit dem Wohlergehen der betroffenen Personen gerechtfertigt. Unsachgerecht durchgeführt, können diese Maßnahmen aber auch Verletzungen nach sich ziehen. Damit stellt sich unweigerlich die Frage: Wie weit reicht die Selbstbestimmung von Pflegebedürftigen bzw. gibt es ein Menschenrecht auf Selbstschädigung? Ziel dieses Fachforums ist die Abgrenzung von „wohltätigem Zwang“ und Gewalt einerseits und die Grenzen des Rechtes auf Selbstschädigung andererseits aufzuzeigen sowie mögliche Lösungswege aus entsprechenden Konfliktsituationen zu diskutieren.

Moderation:

Thomas Nöllen, Teamleiter Pflege, spectrumK GmbH

Vortrag:

Univ.-Prof. Dr. med. Andrea Berzlanovich, Leiterin des Fachbereichs Forensische Gerontologie, Zentrum für Gerichtsmedizin der Medizinischen Universität Wien

Vortrag:

Prof. Dr.phil.Dr.med. Dipl.-Psych. Rolf Dieter Hirsch, Mitarbeiter am Institut für Psychogerontologie der Universität Erlangen-Nürnberg, Praxis für Nervenheilkunde und Psychotherapie

Vortrag:

Markus Laaser, Krankenpfleger, Universitätsklinik Ulm Psychiatrie III Tagesklinik


Fachforum

Wer kümmert sich um die Kümmerer - wie kann die informelle Pflege unterstützt werden

Pflegende Angehörige sind hoch belastet und fühlen sich allein gelassen. Das sind die ersten Erkenntnisse einer Erhebung der Universität Witten Herdecke. In diesem Forum werden daher Antworten auf Fragen nach geeigneten Rahmenbedingungen für eine wirksame Stärkung pflegender Angehöriger gesucht. Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD sieht beispielsweise vor, die bestehenden unübersichtlichen Regelungen für Pflegebedürftige und deren Angehörige durch ein jährliches Entlastungsbudget zusammenzufassen. Hierbei sollen u. a. Angebote der Kurzzeit- und Verhinderungspflege sowie der Tages- und Nachtpflege zusammengefasst werden. Im ersten Bericht des unabhängigen Beirates für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf beim BMFSFJ wurden darüber hinaus Forderung nach einer Lohnersatzleistung für informell Pflegende formuliert. Weitere Ansätze für eine bedarfsgerechte Förderung und konkrete Handlungsempfehlungen stellt zudem das diesjährige Partnerland Finnland in seinem Modell zur Unterstützung der informellen Pflege vor.

Moderation:

Dr. med. Johannes Falk, MPH, Referatsleiter Grundsatz- und Systemfragen in der Sozialmedizin, Geschäftsbereich Sozialmedizin und Rehabilitation, Deutsche Rentenversicherung Bund

Vortrag:

Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko, Management und Innovation im Gesundheitswesen, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, Fakultät für Gesundheit, Universität Witten/Herdecke

Vortrag:

M.Ed. Merja Jäntti, Operational planner, Financial and operational planning, Social services and health care division, City of Helsinki

Vortrag:

Christian Pälmke, Fachreferent Pflegepolitik / Pflegepolitischer Sprecher, wir pflegen e.V.


Podiums­diskussion     

Zukunft des Innovationsfonds: Eine erste Bilanz zu geförderten Projekten in der pflegerischen Versorgung

Ziel der Projektförderung durch den Innovationsfonds ist u. a. die Identifikation von Lücken in der Versorgung gesetzlich Versicherter und die Entwicklung geeigneter Versorgungsmodelle zur Überwindung von Defiziten, wie sie sich beispielsweise aus den Sektorengrenzen ergeben. Nach anfänglicher Kritik hat sich der Innovationsfonds zwischenzeitlich zu einem Motor für neue Versorgungsansätze im Gesundheitswesen etabliert. Bereits Im Koalitionsvertrag wurde eine Fortführung des bis Ende 2019 befristeten Innovationsfonds vereinbart, obgleich die Ergebnisse für eine erste Zwischenevaluation erst im März d. J. vorgelegt werden sollten. Maßgeblich für den Erfolg ist dabei die Antwort auf die Frage, ob ein größerer Prozentsatz der geförderten Projekte in größere Selektivverträge oder gar in die Regelversorgung übergehen kann. In diesem Fachforum soll daher u. a. eine erste Einschätzung zur Förderung von Projekten in der pflegerischen Versorgung vorgenommen und diskutiert werden.

Moderation:

Dipl.-Psych Prof. Dr. phil Wolfgang George, Leiter TransMIT Projektbereich Versorgungsforschung, THM-Gießen

Vortrag:

Prof. Dr. Sascha Köpke, Leiter der Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein,Institut für Sozialmedizin

Vortrag:

Sonja Laag, Leiterin Versorgungsprogramme, BARMER

und Prof. Dr. Juliane Köberlein-Neu, Bergisches Kompetenzzentrum für Gesundheitsökonomik und Versorgungsforschung Wuppertal

Statement:

Wolfgang Hentrich, Vorstandsvorsitzender, genial eG, GesundheitsNetz im Altkreis Lingen

und Christoph Schwerdt, Geschäftsführender Vorstand, genial eG, GesundheitsNetz im Altkreis Lingen


Podiums­diskussion

In dubio pro vita – oder Sterbehilfe in der Palliativversorgung – wo stehen wir?

Seit 2015 gibt es ein Gesetz zur Regelung der Palliativversorgung. Daneben wurde auch die Strafbarkeit der Sterbehilfe neu definiert. Ungeklärt blieb dabei jedoch der Begriff der „Geschäftsmäßigkeit“ oder die Strafbarkeit des assistierten Suizids durch Unterlassen. Klärungsbedarf besteht auch hinsichtlich der Frage, ob die Lebensverlängerung unter bestimmten Umständen einen Behandlungsfehler darstellen kann. In einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts wurde beispielsweise Schwerkranken in unerträglichen Leidenssituationen das Recht zum Erwerb tödlich wirkender Betäubungsmittel zugesprochen. Das Bundesministerium für Gesundheit hält dem entgegen, dass die aktive Unterstützung von Selbsttötungshandlungen mit den Grundwerten der Gesellschaft nicht zu vereinbaren seien. Im Fokus dieses Fachforums steht daher die Frage, wie Palliativversorgung und Sterbehilfe vor diesem Hintergrund rechtssicher und wirksam gewährleistet werden kann.

Moderation:

Dr. Oliver Funken, 1. Vorsitzender Hausärzteverband Nordrhein

Impulsreferat:

Prof. Dr. med. Jan Schildmann, M.A., Facharzt für Innere Medizin und Universitätsprofessor, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Ko-Referat:

Dr. med. Matthias Schlochtermeier, Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin, Palliativmedizin-Naturheilverfahren, Lehrbeauftragter der Universität zu Köln, Schwerpunkt für Allgemeinmedizin, Gemeinschaftspraxis Dr. Schlochtermeier & Ferrauti, Lehrpraxis der Universität zu Köln

Statement:

Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Birnbacher, Universitätsprofessor, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS)

Statement:

Michaela Schulze, Hospizleitung und PDL, Vivantes Hospiz gGmbH


*angefragt
Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
Projekt­präsentation

Neue Wege in der Pflege – weg vom System hin zum Menschen!

Überversorgt oder unterversorgt vielfach eine Folge von Reibungsverlusten an den Sektorengrenzen. Insbesondere in der Langzeitpflege sollten ambulante Individualität und stationäre Sicherheit Hand in Hand gehen. Hierfür gilt es die Sektorengrenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung ebenso zu überwinden, wie die zwischen medizinischer und pflegerischer. Lokale Netzwerke für ein „Bürger-Profi-Technik-Mix“ sind hierfür unverzichtbar. In diesem Forum werden innovative erfolgreiche Projekte vorgestellt und diskutiert, die Lösungswege aus dieser Systemfalle aufzeigen.

Moderation:

Ursula Krickl, Referatsleiterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Stellvertretende Pressesprecherin, Deutscher Städte- und Gemeindebund

Vortrag:

Ulrich Kuhn, Leitung Stabsstelle Sozialpolitik, Netzwerk: Soziales neu gestalten (SONG)

Vortrag:

Jörg Schmidt, Geschäftsführer, Städtische Seniorenheime Krefeld gemeinnützige GmbH

Vortrag:

Merja Tepponen, Development Director, South Karelia Social and Health Care District


Fachforum

Diversity & LGBTI in der Pflege

Ist eine kultursensible Betreuung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender- Personen und Intersexuellen Menschen (LGBTI) in der zukünftigen Pflegeversorgung erwünscht – und wenn ja: warum und wie? Und wenn nein: warum nicht? Fachvorträge mit Publikumsdiskussion! Dieses Fachforum stellt eine Zielgruppe in den Fokus, deren Geschichte, Identität und Glück bis vor kurzem als unwichtig bewertet wurde. Es gibt wenig Wissen über die Bedürfnisse der heutigen LGBTI-Generation 50plus hinsichtlich eines gesunden und glücklichen Alterns sowie deren Wünsche an eine professionelle Pflege. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es auch noch keine (Alten)Pflegeausbildung und nur sehr wenige Senior_innenheime, die in ihrem Betreuungs- und Pflegeangebot den Bedürfnissen und Wünschen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender-Personen und intersexuellen Menschen gerecht werden. Aber auch die Ängste, Bedürfnisse und Wünsche des Betreuungspersonals sind bis dato wenig erfasst, sollten aber genauso gehört werden wie die Haltung von Führungskräften, politischen Entscheidungsträger_innen und Ausbildungsverantwortlichen: Wenn der Diversitätsanspruch im Gesundheitsbereich verwirklicht werden soll, dann muss auch die sexuelle Orientierung miteinbezogen werden.

Moderation:

Thordis Eckhardt, Verlagsleitung, Wirtschaftsverlag Gesundheit GmbH

Vortrag:

Mag.a Dr.in Sonia Raviola, MSc, Gesundheitswissenschaftlerin, Unternehmensberaterin & Supervisorin

Vortrag:

Eva Obernauer, Projektmitarbeitende, Schwulenberatung Berlin/Netzwerk Anders Altern/Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt®

Vortrag:

Maria Luig, Prokuristin, Städt. Seniorenheime Dortmund gemeinnützige GmbH

und Manuela Balkenohl, Heimleitung, Städtische Seniorenheime Dortmund, Wohn- und Begegnungszentrum Zehnthof

Vortrag:

Hamindokht Klein, BildungsWerk in Kreuzberg GmbH


Podiums­diskussion    

Ausbildungsoffensive Pflege mit verbindlichen Zielen gestartet – wie geht es jetzt weiter?

Zentrales Anliegen der Ausbildungsoffensive Pflege ist es, zehn Prozent mehr Auszubildende für die Pflege zu gewinnen. Neben einer bundesweiten Informationskampagne sollen hierfür mehr Ausbildungs-, Weiterbildungs-, Schul- und Studienplätze geschaffen werden. Zugleich gilt es Arbeitsbedingungen und Vergütung von Pflegekräften spürbar zu verbessern. Auf insgesamt 111 Initiativen haben sich die Beteiligten der Arbeitsgruppe 1 in der Konzertierten Aktion Pflege geeinigt. Bis zum Sommer 2019 erfolgt die Ausarbeitung eines konkrete Maßnahmenkatalogs. Dieses Fachforum zielt darauf ab, einen ersten Blick auf den aktuellen Sachstand zu werfen und die verfolgten Umsetzungsstrategien kritisch zu hinterfragen.

Moderation:

Mario Czaja, Senator a. D., Geschäftsführer, Die BrückenKöpfe GmbH

Impulsreferat:

Christiane Viere, Unterabteilungsleiterin Demografischer Wandel, Ältere Menschen, Wohlfahrtspflege, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Ko-Referat:

Christine Vogler, Projektleiterin Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe, Designierte Pädagogische Geschäftsführerin

Statement:

Dr. Monika Kücking, Abteilungsleitung Gesundheit, GKV-Spitzenverband

Statement:

Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung

Statement:

Staatssekretärin Barbara König, Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Land Berlin


Fachforum

Einsamkeit und Depressionen im Alter

Über Armut und Krankheit im Alter wird viel diskutiert, aber Einsamkeit ist ein Tabu. Dabei steigt die Zahl der einsamen Menschen im Alter zunehmend und die Folgen von Einsamkeit können von Antriebslosigkeit und Kontaktarmut bis hin zur Depression führen. Und so ist die Zahl der Selbsttötungen in keiner Altersgruppe so hoch, wie bei den über 80-Jährigen. Der Fokus dieses Fachforum richtet sich daher vor allem auf die verschiedenen Ursachen für die wachsende Vereinsamung hochaltriger Menschen und mit welchen Strategien der Vereinsamung erfolgreich entgegengewirkt werden kann. National und International gibt es bereits diverse Projekte, um hier Abhilfe zu schaffen. Einige davon werden in diesem Forum vorgestellt und anschließend zusammen mit allen Teilnehmern diskutiert.

Moderation:

Ingeborg Germann, Leiterin Kommunikation, Netzwerk- und Diskursarbeit, Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)

Impulsreferat:

Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt, Professur für Sozialpolitik und Methoden der qualitativen Sozialforschung, Institut für Soziologie und Sozialpsychologie an der Universität zu Köln

Ko-Referat:

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ursula Lehr, Bundesministerin a.D., Inst. Gerontologie Univ. Heidelberg, Ehrenvorsitzende der BAGSO e.V.

Projekt:

Hannele Häkkinen, Senior Adviser, Master in Health Care Management, The Association of Finnish Local and Regional Authorities

Statement:

Monika Sewöster-Lumme, Caritas-Konferenzen Deutschlands für die Diözese Osnabrück - das Netzwerk von Ehrenamtlichen


Fachforum

Qualitätsindikatoren und Prüfungen nach dem neuen Pflegetransparenzsystem

Mit dem PSG II wurde eine Neuregelung der Qualitätssicherung in der ambulanten und stationären Pflege beschlossen. In diesem Jahr wird mit der regelmäßigen Datenerhebung in stationären Einrichtungen begonnen. Dabei soll ein indikatorengestütztes Verfahrens eine Vergleichbarkeit der Qualität ermöglichen, die Pflegebedürftigen und Angehörigen die Suche nach einem guten Heim erleichtern. Im Fokus dieses Fachforums stehen daher Fragen nach den ersten Reaktionen aus der Praxis und ob sich einige Indikatoren auch auf die ambulante Pflege anwenden lassen. Auch das neue Prüfverfahren wird hinterfragt: Wie wird geprüft, wie verliefen die ersten Testprüfläufe, konnten Regelungslücken identifiziert werden? Dabei werden insbesondere die Auswirkungen auf die Heimversorgung beleuchtet: Wie verändern sich die Strukturen, welche Vorbereitungen sind zu treffen, gab es Umsetzungsprobleme, welche zusätzlichen Kosten und Risiken waren damit verbunden? Gibt es Nachbesserungsbedarf?

Moderation:

Prof. Dr. Reinhold Roski, Herausgeber Monitor Pflege

Impulsreferat:

Gernot Kiefer, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender, GKV-Spitzenverband

Ko-Referat:

Dr. Peter Pick, Geschäftsführer, Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e. V. (MDS)

Statement:

Bernd Tews, Geschäftsführer, Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa)

Statement:

Dr. Manfred Stegger, Vorstandsvorsitzender, Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA e.V.)


Salongespräch

Alle an Bord? Pflegende Angehörige im Berufsleben unterstützen

zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

auf dem Seminarschiff am Bootsanleger vor dem Westhafen Event & Convention Center
Der Fachkräftemangel wird laut der jährlichen Konjunkturumfrage des DIHKs von Unternehmen als das größte Wachstumshemmnis eingeschätzt. Arbeitgeber, die sich für ihre Beschäftigten engagieren, erhalten hier einen entscheidenden Vorteil im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte. Mit dem Otto Heinemann Preis werden Arbeitgeber gewürdigt, die sich in besonderer Weise um die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege verdient gemacht haben.

Lernen Sie in unserem Salongespräch die diesjährigen Nominees des Otto Heinemann Preises kennen und profitieren Sie vom Austausch mit Arbeitgebern und Experten rund um die Vereinbarkeitsthematik.

Moderation:

Elimar Brandt, Vorstand, PflegeZukunfts-Initiative e.V., Borghardt Stiftung zu Stendal


*angefragt
Änderungen und Irrtümer vorbehalten.