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Loring Sittler

  • Berater für alle Fragen des gesellschaftlichen Wandels

Ohne das freiwillige Engagement von Familienangehörigen und anderen hilfsbereiten Personen in der Pflege wäre die Versorgung von Pflegebedürftigen schon heute nicht möglich: 75 Prozent aller Pflegeleistungen werden zuhause erbracht. Weder gibt es ausreichende oder gar systematische Qualifikationen, noch eine angemessene Aufwandsentschädigung für diese notwendigen Dienste, obwohl diese unentbehrlich sind. Dabei wachsen die Probleme täglich: Den erheblich und schnell wachsenden Zahlen zuhause wohnender, älterer und pflegebedürftiger Personen mit zunehmender Lebenserwartung stehen immer weniger Angehörige gegenüber. Die zumeist älteren Frauen, die einen Großteil der Pflege übernehmen, sind nicht unsterblich und der Nachwuchs an Freiwilligen keineswegs garantiert. Verschärfend kommt hinzu, dass angesichts des Fachkräftemangels auch die Frauenerwerbstätigkeit steigen muss. Wir brauchen eine wesentlich stärkere Zusammenarbeit zwischen der Gesundheitspolitik, den Wohlfahrtsverbänden, der Wirtschaft (in Sachen Vereinbarkeit von Pflege und Beruf) und der Bürgergesellschaft, um brauchbare Lösungen zu finden.