Die Initiatoren

Yves Rawiel

Yves Rawiel
Geschäftsführer, spectrumK GmbH

Als systemrelevanter Dienstleister im Gesundheitswesen und als Partner der GKV erleben wir in unseren Pflegeberatungen, welche Versorgungsleistungen bei den Pflegebedürftigen ankommen. Wir erfahren auf der einen Seite, wie wichtig es ist, die Vielzahl der Versorgungsangebote rund um die Betreuung Pflegebedürftiger transparent darzustellen, um dann daraus eine auf die jeweiligen Notwendigkeiten abgestimmte Auswahl treffen zu können. Auf der anderen Seite sehen wir aber auch, wo Angebote fehlen oder nicht ausreichen und wo es Hürden bei der Umsetzung gibt.

Wir sehen es als Gewinn für alle Beteiligten im Gesundheitssystem, wenn wir diese Erfahrungen nutzen und einen Transfer dieser Erfahrungen, von Wissen und von Lösungsansätzen über alle am Versorgungsprozess Beteiligte herstellen – zum Wohl derjenigen, die Unterstützung benötigen.

Gerade im Zuge der Corona-Krise möchten wir all denjenigen, die die Pflege aufrechterhalten – den professionell Pflegenden, den pflegenden Angehörigen und den vielen engagierten Initiativen rund um die Pflege – unseren Respekt aussprechen. Wir möchten dazu beitragen, ihre Erfahrungen sichtbar zu machen und daraus zu lernen. Denn als Gesellschaft sind wir es Ihnen schuldig, ihnen nun etwas zurückzugeben und die Rahmenbedingungen, unter denen Pflege stattfindet, grundlegend und nachhaltig zu verbessern.

Dr. Gerd Landsberg

Dr. Gerd Landsberg
Geschäftsführendes Präsidialmitglied, Deutscher Städte- und Gemeindebund

Bereits zum sechsten Mal wird der Marie Simon Pflegepreis ausgeschrieben. Gesucht werden Projekte, die ein besonders ausgeprägtes Engagement aufweisen und innovativ zur Verbesserung der Versorgung älterer oder pflegebedürftiger Menschen beitragen. Projekte also, die uns als Vorbilder den Weg in eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft ebnen. Nie war der Preis bedeutender und notwendiger als jetzt. In Corona-Zeiten kriselt es gewaltig und es menschelt zutiefst. Die Pflegekräfte leisten unter Corona-Bedingungen Herausragendes. Mitarbeiter und pflegende Angehörige arbeiten am Limit. Mit Applaus von den Balkonen danken viele Menschen den Mitarbeitenden in den Krankenhäusern und in der Pflege. Das tut gut. Doch die sich teilweise zuspitzende Situation zeigt auch, dass die Pflege weiter aufgewertet werden muss. Dabei geht es nicht nur ums Geld, es geht vorrangig um bessere Arbeitsbedingungen und praktikablere Arbeitszeiten, um die Attraktivität des Berufes zu erhöhen. Wir brauchen eine gesellschaftliche Debatte: Was ist uns die Pflege wert? Was wollen, was müssen wir uns leisten, um unsere alten und kranken Mitbürger/innen besser zu versorgen?

Und noch etwas: Das Virus bringt bei aller Gefahr auch eine soziale Seite zum Vorschein, die unsere Gesellschaft so lange nicht mehr erlebt hat. Weil jeder betroffen ist, rücken alle ein Stück zusammen, obwohl sie gleichzeitig Abstand halten müssen. Wir sollten uns diese Einsicht und Bereitschaft bewahren – für die Zeit nach Corona.