Vorläufige Agenda
| 6. Berliner Pflegekonferenz – 7. November 2019

08.30 UhrEinlass, Registrierung Teilnehmer
09.00 - 10.30 UhrFrühprogramm "Early Bird" (parallel)
  • Nominees@Breakfast – Gut vernetzt in den Tag
  • Schulung: Kinaesthetics – Bewegungskompetenz in der Pflegepraxis
  • Forum: Digitale Dokumentation in der Pflege
  • Forum: Wir stärken Pflege – Zukunftskonzepte in Pflegeeinrichtungen
  • Fachprogramm: Nutzung Entlastungsbetrag
  • Pressefrühstück: Entlassmanagement
10.30 - 11.00 UhrKaffeepause
10.30 - 11.00 UhrPre-Opening – Partnerbundesland Berlin
11.15 - 12.15 UhrGrand Opening
  • Begrüßung
  • Eröffnungsvortrag
  • Grußworte
12.15 - 13.30 UhrMittagspause
13.30 - 15.30 UhrPanel I – "Innovation Plus" (parallel)
  • „Die Pflegevollversicherung – ein Streitgespräch zu den Auswirkungen auf Familie und Gesellschaft“
  • „Künstliche Intelligenz und Big Data in der Pflege – Was kommt auf uns zu?“
  • „Zwischen Selbstbestimmung und Dissozialisation in der Pflege: Gibt es ein Recht auf Selbstschädigung?“
  • „Wer kümmert sich um die Kümmerer - wie kann die informelle Pflege unterstützt werden“
  • „Zukunft des Innovationsfonds: Eine erste Bilanz zu geförderten Projekten in der pflegerischen Versorgung“
  • „In dubio pro vita? Sterbehilfe in der Palliativversorgung - wo stehen wir“
15.30 - 16.00 UhrKaffeepause
16.00 - 18.00 UhrPanel II – "Good Care" (parallel)
  • „Neue Wege in der Pflege – weg vom System hin zum Menschen!“
  • „LSBTI – Diversity in der Pflege"
  • „Ausbildungsoffensive Pflege mit verbindlichen Zielen gestartet - wie geht es jetzt weiter?"
  • „Einsamkeit und Depressionen im Alter"
  • „Qualitätsindikatoren und Prüfungen nach dem neuen Pflegetransparenzsystem“
18.00 - 19.00 UhrPause & Empfang
18.45 UhrEinlass zur Abendveranstaltung
19.00 UhrGala & Awards 2019 – Wir ehren außergewöhnliches Engagement und innovative Ideen
  • Verleihung des Marie Simon Pflegepreises
  • Verleihung des Otto Heinemann Preises zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
Gute Ideen brauchen eine Bühne, damit sie Realität werden können und engagierte Ideengeber verdienen unsere höchste Anerkennung. Erleben Sie emotionale Momente und würdigen Sie mit uns gemeinsam bei der Verleihung der Pflegepreise die wahren Helden der Pflege und ihre Unterstützer. Lassen Sie anschließend bei einem gemeinsamen kulinarischen Genuss. Live-Musik und vielen guten Gesprächen die Berliner Pflegekonferenz ausklingen.
23.00 UhrEnde der Veranstaltung

Frühprogramm | 09.00 - 10.30 Uhr

Nominees@Breakfast – Gut vernetzt in den Tag
Mit dem interaktiven Format Nominee@Breakfast bieten wir den (aktuellen und ehemaligen) Nominierten, Preisträgern und Bewerbern unserer Pflegepreise die Möglichkeit, sich in informeller Atmosphäre untereinander, aber auch mit Vertretern der Jury und ausgewählten Experten auszutauschen.
Forum: Digitale Dokumentation in der Pflege: Wege zu mehr Effizienz und Qualität in der Pflege?
Ein nicht unerheblicher Teil der Arbeitszeit in der Pflege wird für das Führen der Pflegedokumentation aufgewendet. Digitale Anwendungen können hier entlasten und Dokumentationsprozesse vereinfachen. Die Möglichkeiten reichen von der manuellen Eingabe in digitale Geräte bis hin zur automatisierten Erfassung von Vitaldaten und Arbeitsprozessen. Ziel ist es, zeitliche Ressourcen zu schaffen – idealerweise für die persönliche Betreuung des Patienten, in der Realität angesichts des Fachkräftemangels aber oft, um die Aufgaben in der Pflege überhaupt noch erfüllen zu können.
Unter welchen Voraussetzungen kann eine digitalisierte Pflegedokumentation die Effizienz und die Qualität steigern? Welche Aufwände entstehen mit der Einführung? Wie kann dazu beigetragen werden, die Vorgaben der Qualitätsprüfungs-Richtlinien (QPR) für die ambulante und stationäre Pflege unbürokratisch umzusetzen? Diese und weitere Fragen möchten wir in diesem Forum mit Ihnen diskutieren.
Moderation: Tobias Kley, Projektleiter Innovation und Technik in der Pflege, Evangelisches Johannesstift Altenhilfe gGmbH
Forum: Wir stärken Pflege – Zukunftskonzepte in Pflegeeinrichtungen (BKK VBU, Pflegewohnzentrum Kaulsdorf-Nord, KULTURformer)
Die BKK VBU, das Pflegewohnzentrum Kaulsdorf-Nord gGmbH und die Kulturformer zeigen, wie Pflegeeinrichtungen, die zukünftigen Herausforderungen der Pflege; mit dem Blick auf die eigenen Mitarbeiter und die zu Pflegenden meistern können. Das Pflegewohnzentrum Kaulsdorf-Nord gGmbH hat sich mit den größten Belastungen (z. B. Verkürzung der Liegezeit, Stress und Konflikte durch Arbeitsverdichtung) der zukünftigen Arbeitswelt auseinandergesetzt und aufgrund dessen erste Schritte zur Implementierung eines ganzheitlichen Konzepts für die verschiedenen Zielgruppen in ihren fünf Einrichtungen (z. B. Mitarbeiter, die zu Pflegenden) unternommen. Wollen Sie wissen wie z. B. Megatrends, WIR-Kultur oder Changemanagement die Pflegeeinrichtungen für die Zukunft unterstützen können? Dann sind Sie hier genau richtig.

Panel 1

13.30 - 15.30 Uhr

Fachforum 2:Künstliche Intelligenz und Big Data in der Pflege – Was kommt auf uns zu?
Künstliche Intelligenz in der Pflege und im Gesundheitswesen wird intensiv diskutiert. Dies gilt erst recht mit Blick auf den Fachkräftemangel und den demografischen Wandel, wo knappe Ressourcen und steigender Behandlungsbedarf aufeinandertreffen. KI könnte hier einen Ausweg bieten, in dem sie Pflegenden Entlastung bietet und gleichzeitig zur Therapiesicherheit beiträgt. Einige technische Möglichkeiten für den Einsatz von KI gibt es bereits. Allerdings bedarf es für die Fortentwicklung vom reinen Machine Learnig zur autonomen künstlichen Intelligenz gut aufbereiteter digitalisierter Daten, an denen es vielfach noch fehlt. Anhand von praktischen Beispielen werden in diesem Fachforum u. a. Fragen diskutiert, welche Aufgaben KI im Pflegewesen bereits jetzt übernehmen kann bzw. wann diese einsatzfähig sein werden, oder auch welchen Einfluss die flächendeckende Digitalisierung und der Einsatz von künstlicher Intelligenz auf Pflegebedürftige ihre Angehörigen oder die Arbeit von Pflegenden haben wird?
Fachforum 3:Zwischen Selbstbestimmung und Dissozialisation: Gibt es ein Recht auf Selbstschädigung?
Der Wechsel von einer Defizit- zu einer Kompetenzperspektive hat sich in den meisten Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe durchgesetzt und bestimmt die berufliche Identität von Pflegefachpersonen. Allerdings kann ein derartiger Perspektivenwechsel auch zu Konflikten führen, wenn unterschiedliche Sichtweisen aufeinandertreffen. In der Altenpflege und Behindertenhilfe kommen Zwangsmaßnahmen in unterschiedlicher Weise zur Anwendung. Sie werden regelmäßig mit dem Wohlergehen der betroffenen Personen gerechtfertigt. Unsachgerecht durchgeführt, können diese Maßnahmen aber auch Verletzungen nach sich ziehen. Damit stellt sich unweigerlich die Frage: Wie weit reicht die Selbstbestimmung von Pflegebedürftigen bzw. gibt es ein Menschenrecht auf Selbstschädigung? Ziel dieses Fachforums ist die Abgrenzung von „wohltätigem Zwang“ und Gewalt einerseits und die Grenzen des Rechtes auf Selbstschädigung andererseits aufzuzeigen sowie mögliche Lösungswege aus entsprechenden Konfliktsituationen zu diskutieren.
Fachforum 5:Zukunft des Innovationsfonds: Eine erste Bilanz zu geförderten Projekten in der pflegerischen Versorgung
Ziel der Projektförderung durch den Innovationsfonds ist u. a. die Identifikation von Lücken in der Versorgung gesetzlich Versicherter und die Entwicklung geeigneter Versorgungsmodelle zur Überwindung von Defiziten, wie sie sich beispielsweise aus den Sektorengrenzen ergeben. Nach anfänglicher Kritik hat sich der Innovationsfonds zwischenzeitlich zu einem Motor für neue Versorgungsansätze im Gesundheitswesen etabliert. Bereits Im Koalitionsvertrag wurde eine Fortführung des bis Ende 2019 befristeten Innovationsfonds vereinbart, obgleich die Ergebnisse für eine erste Zwischenevaluation erst im März d. J. vorgelegt werden sollten. Maßgeblich für den Erfolg ist dabei die Antwort auf die Frage, ob ein größerer Prozentsatz der geförderten Projekte in größere Selektivverträge oder gar in die Regelversorgung übergehen kann. In diesem Fachforum soll daher u. a. eine erste Einschätzung zur Förderung von Projekten in der pflegerischen Versorgung vorgenommen und diskutiert werden.
Fachforum 6:In dubio pro vita? Sterbehilfe in der Palliativversorgung - wo stehen wir
Seit 2015 gib es ein Gesetz zur Regelung der Palliativversorgung, in dem u. a. die Strafbarkeit geschäftsmäßiger Sterbehilfe festgelegt wurde. An klaren Regeln bei der assistierten Sterbehilfe fehlt es jedoch weiterhin. Klärungsbedarf besteht insbesondere auch hinsichtlich der Frage, ob die Lebensverlängerung unter bestimmten Umständen ein Behandlungsfehler sein kann. Daneben existiert eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, die besagt, dass Schwerkranke in unerträglichen Leidenssituationen eine Erlaubnis zum Erwerb tödlich wirkender Betäubungsmittel erhalten können. Das Bundesministerium für Gesundheit hält dem entgegen, dass die aktive Unterstützung von Selbsttötungshandlungen mit den Grundwerten der Gesellschaft nicht zu vereinbaren seien. Diversen Umfragen zufolge sieht die Mehrheit der Deutschen dies anders. Im Fokus dieses Fachforums steht daher die Frage, wie Palliativversorgung und Sterbehilfe vor diesem Hintergrund rechtssicher und wirksam gewährleistet werden können.

Panel 2

16.00 - 18.00 Uhr

Fachforum 9:Ausbildungsoffensive Pflege mit verbindlichen Zielen gestartet – wie geht es jetzt weiter?
Zentrales Anliegen der Ausbildungsoffensive Pflege ist es, zehn Prozent mehr Auszubildende für die Pflege zu gewinnen. Neben einer bundesweiten Informationskampagne sollen hierfür mehr Ausbildungs-, Weiterbildungs-, Schul- und Studienplätze geschaffen werden. Zugleich gilt es Arbeitsbedingungen und Vergütung von Pflegekräften spürbar zu verbessern. Auf insgesamt 111 Initiativen haben sich die Beteiligten der Arbeitsgruppe 1 in der Konzertierten Aktion Pflege geeinigt. Bis zum Sommer 2019 erfolgt die Ausarbeitung eines konkrete Maßnahmenkatalogs. Dieses Fachforum zielt darauf ab, einen ersten Blick auf den aktuellen Sachstand zu werfen und die verfolgten Umsetzungsstrategien kritisch zu hinterfragen.
Fachforum 11:Qualitätsindikatoren und Prüfungen nach dem neuen Pflegetransparenzsystem
Mit dem PSG II wurde eine Neuregelung der Qualitätssicherung in der ambulanten und stationären Pflege beschlossen. In diesem Jahr wird mit der regelmäßigen Datenerhebung in stationären Einrichtungen begonnen. Dabei soll ein indikatorengestütztes Verfahrens eine Vergleichbarkeit der Qualität ermöglichen, die Pflegebedürftigen und Angehörigen die Suche nach einem guten Heim erleichtern. Im Fokus dieses Fachforums stehen daher Fragen nach den ersten Reaktionen aus der Praxis und ob sich einige Indikatoren auch auf die ambulante Pflege anwenden lassen. Auch das neue Prüfverfahren wird hinterfragt: Wie wird geprüft, wie verliefen die ersten Testprüfläufe, konnten Regelungslücken identifiziert werden? Dabei werden insbesondere die Auswirkungen auf die Heimversorgung beleuchtet: Wie verändern sich die Strukturen, welche Vorbereitungen sind zu treffen, gab es Umsetzungsprobleme, welche zusätzlichen Kosten und Risiken waren damit verbunden? Gibt es Nachbesserungsbedarf?